Der Holunder ist reif!­čĄô

Der Holunder ist reif!­čĄô

Der Schwarze Holunder ist einer unserer am vielseitigsten verwendbaren Wildstr├Ąucher. In der Volksmedizin fr├╝herer Zeiten spielte er eine gro├če Rolle, der Holunderstrauch am Haus ersetzte praktisch die Apotheke. Die Bl├╝ten wirken unter anderem schwei├čtreibend, die Fr├╝chte haben eine leicht abf├╝hrende Wirkung. Aus Respekt vor den segensreichen Wirkungen hie├č es sogar, beim Vor├╝bergehen solle man vor dem Holunder stets den Hut ziehen.

Die kleinen Beeren sind s├Ąurearm, daf├╝r aber umso vitaminreicher, vor allem Vitamin C ist mit 180 Milligramm je Kilo bestens vertreten. Der in Beerenhaut und Saft gleicherma├čen vorhandene Farbstoff Sambucyanin gilt als probates Mittel zur Herz-Kreislauf-St├Ąrkung und gegen Erk├Ąltungen. Die Lebensmittelindustrie verwendet Holundersaft als nat├╝rlichen Farbstoff und fr├╝her wurde sogar Leder mit Holunder gef├Ąrbt.

Doch Vorsicht: Unreife Fr├╝chte enthalten ebenso wie die Bl├Ątter und die Rinde den Giftstoff Sambunigrin. Der Genuss kann zu Erbrechen, leichten Kr├Ąmpfen und Durchfall f├╝hren. Reife Fr├╝chte sind zwar weitgehend Sambunigrin-frei, bei empfindlichen Menschen l├Âst der Rohverzehr dennoch ├ťbelkeit aus. Erst Erhitzen ├╝ber 80 Grad Celsius zerst├Ârt das Sambunigrin und andere unbek├Âmmliche Stoffe.

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